UnReal World RPG

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Snorrli
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UnReal World RPG

Beitragvon Snorrli » Mi 26. Okt 2011, 01:47

Einzigartiges roguelike-RPG, das hier unbedingt vorgestellt werden muss. Die zufallsgenerierte Fantasy-Spielwelt ist stark an den hohen Norden, genauer gesagt an das Finnland der Eisenzeit, angelehnt. Man spielt einen einzelnen Stammesangehörigen, hat dabei die Auswahl zwischen neun verschiedenen Stammeszugehörigkeiten und ist grob zusammengefasst hauptsächlich damit beschäftigt, in kalten, gefährlichen Wäldern ums Überleben zu kämpfen. Dabei muss man sich vor allem gegen den eigenen Hunger, die Kälte, wilde Tiere und einen räuberischen Stamm behaupten. Wie man das anstellt, bleibt einem freigestellt, man kann bei der Charerstellung aus einer umfangreichen Liste von Fähigkeiten wählen und z.B. als Ackerbauer, Fischer, Jäger oder einer Kombination aus allem (über-)leben, die Götter um Beistand bitten und auf Plünderzüge in die Siedlungen des feindseligen Njerpez-Stammes gehen. Die Stämme unterscheiden sich übrigens stark voneinander. Es gibt relativ kultivierte Stämme mit grossen Siedlungen und jede Menge Handelsgütern, recht primitive, kräftig gebaute Krieger oder auch hauptsächlich vom Fischfang lebende Inselbewohner, auch ihre religiösen Rituale sind demensprechend verschieden.Man kann sich sein eigenes Haus / Zelt bauen, unter freiem Himmel schlafen oder auch in einer Höhle hausen.

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Die Grafik ist natürlich alles andere als Highend und die Bedienung selbst für DF-Veteranen ein harter Brocken, doch nach einer Gewöhnungsphase hat man ein wahrlich einzigartiges Game, bei dem es mir vor allem das spezielle Setting und die äusserst tiefe Atmosphäre angetan haben. Nebenbei wird auch jede Menge Wissen über die Lebensweise der alten Finnen und zumindest theoretische Kenntnisse über das Überleben in der Wildnis vermittelt.
An sich gibt es abgesehen von zwei Questreihen ("Tutorial" und "für Fortgeschrittene") kein festes Spielziel, man tut und lässt wonach einem gerade ist, wobei der Schwierigkeitsgrad allerdings ziemlich hoch ist und man besonders den Winter nicht auf die leichte Schulter nehmen darf.

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Man kann sich zunächst kostenlos die Trialversion mit eingeschränkten Funktionen runterladen, die Vollversion gibt es in drei verschiedenen Ausführungen und kostet etwas, dazu auf der offiziellen Webseite mehr: http://www.jmp.fi/~smaarane/urw_buy.html
Ich selbst habe für nicht einmal 3 Fr. die "1. Current version registration" erworben.


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Beitragvon Aivaria » Mi 26. Okt 2011, 07:07

ich hatte mir hiervon auch mal die Demo gezogen, und wie im text auch schon steht, die Steuerung ist, auch wenn man DF gewöhnt ist, relativ bis sehr ungewohnt. Die Spieltiefe ist aber genial, auch wenn ich oft nich sehr lang überlebt hatte.

Auch wenns schwer ist / war, es macht doch sehr viel spass, kanns jedem empfehlen der die Herausforderung sucht.

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Beitragvon Hydroxi » Mi 26. Okt 2011, 07:35

Ah, ich habe mich letztens noch einmal gefragt wie das Spiel hieß ;)

Hatte auch früher mal die Demo angezockt, war aber schnell zu DF zurückgekehrt.
Aber gegen einen neuen Einblick spricht doch nichts ;)
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Beitragvon Tropan » Mi 26. Okt 2011, 08:43

Das klingt mal interessant. Aber ein harter Brocken für DF-Veteranen? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Sieht doch so übersichtlich aus.

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Beitragvon Snorrli » Mi 26. Okt 2011, 12:10

Die umständliche Bedienung ist nicht so das Problem, man gewöhnt sich schon daran, obschon sie ewig nervig bleibt.
Schwierig ist das Überleben oder besser gesagt sich so einzurichten, dass man darüber hinaus kommt und nicht bloss jeden Tag von der Hand in den Mund lebt. Und wenn's dann mal gut läuft, kann man immer noch zufällig auf 'nen Njerpez-Räuber treffen oder von 'nem Bären mit nur einem Hieb aufgeschlitzt werden.

Mein Rekord liegt bisher bei 85 Spieltagen mit einem zierlichen (die können besser schleichen!) Fischerchar, dieser hatte dabei 681 Kilometer zurückgelegt. Es lief sehr gut, in meinen Fallgruben fanden schon mehrere Tiere den Tod, ich hatte (dank der Belohnung des Tutorialquests) bereits einen kleinen Garten angelegt und die Aussenwände meines Hauses auf einer kleinen Flussinsel waren bereits zu 70% fertig...

Ich war überglücklich, als da ein grosses Tier (glaube ein Elch war es) tot in der Fallgrube lag. Aus dem Leder könnte ich mir eine schöne Mütze, Handschuche und Stiefel für den Winter herstellen. Da das viele Fleisch bald verrotten würde und ich es in meinem unfertigen Haus noch nicht zum Trocknen oder Räuchern auslegen konnte, wollte ich es im Dorf gegen ein lebendes Tier umtauschen, gegen ein Rentier. Der Dorfbewohner stimmte dem Handel zu und drückte mir ein Seil in die Hand, um das eben freigelassene Tier zu fesseln.

Es rannte jedoch sofort in den Wald und ich erwischte es natürlich nicht mehr. Aus Wut darüber griff ich den Dorfbewohner mit dem Holzknüppel an, woraufhin sich das ganze Dorf inklusive Kinder und alter Mütterchen auf mich stürzte und ich nach wenigen Sekunden Hackfleisch war. In UrW kann man übrigens tatsächlich Menschenfleisch essen, nur das Häuten ist nicht möglich, da die Götter es nicht gerne sehen. ^^


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Beitragvon Hydroxi » Mi 26. Okt 2011, 12:19

Oh Gott, ich muss das Game heute Abend unbedingt nochmal anspielen :D
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Beitragvon Aivaria » Mi 26. Okt 2011, 22:54

jaaaa, an das menshcenfleich erinnere ich mich :D

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Beitragvon Dwarkaar » Do 27. Okt 2011, 21:23

Habe mich schon gewundert, wieso UnReal World noch nicht vorgestellt worden ist :)
Fand es auch witzig. Aber... Ich fand es irgendwie zu doof, Tagelang in der Pampa herum zu irren ohne ein einziges Tier zu finden. Als ich dann mal ein anständiges Häusschen mit guter Nahrung hatte, bin ich dann 3 Wochen herumgeirrt um jemand zu suchen, der mir ein Tier verkauft... ist mir dann doch zu mühsam geworden.
Mein Blogg: http://www.das-emu.ch
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Beitragvon Nachtfischer » Di 3. Jan 2012, 10:30

Dwarkaars Post erinnert mich an meine ebenso lange wie erfolglose Eichhörnchen-Jagd. :notrust:

UnReal World ist eines dieser Spiele, das zwar jede Menge Inhalt hat, für das man aber eben Wochen seines Lebens investieren muss, um irgendetwas Sinnvolles zu erreichen. Dazu muss man sich erstmal durchringen. :|

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Beitragvon Hydroxi » Di 3. Jan 2012, 10:32

Jep, das ist immer schwer mit dem einspielen und durchringen.
Bei Unreal World hat mich irgendwann die Lust verlassen, obwohl ich das Spiel nach wie vor geil finde.
Manchmal Frage ich mich, wie ich das bei Dwarf Fortress durchgehalten habe....
"Ähm... Ups!" Bild


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